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Um es vorwegzunehmen: Die Bahn ist ein wunderbares Verkehrsmittel, und die Deutsche Bahn ist viel besser als ihr Ruf. Sind Sie jeden Tag pünktlich? Also! Und die Bahn fährt täglich 25.000 Personenzüge in Deutschland.

Undifferenziertes Bahn-Bashing ist total out, seine tarifpolitischen Spielchen auf dem Rücken der Fahrgäste austragen allerdings auch. Für Warnstreiks, mit denen das wahrlich nicht fürstlich entlohnte Zugpersonal mehr Geld und verträglichere Arbeitszeiten durchsetzen will, könnte man Reste von Verständnis aufbringen – für Arbeitsniederlungen, weil sich die Gewerkschaften einen Machtkampf liefern jedoch ganz sicher nicht.

Und um ein Kräftemessen der Gewerkschaften geht es in diesem Tarifkonflikt. Deshalb stundenlang in stehenden Zügen sitzen und gar Zugausfälle hinnehmen müssen, ist ärgerlich. Also ärgern wir zurück. Aber richtig. Denn ein erfahrener Eisenbahner, den die Streiks aufregen, gibt dafür Tipps.

Sag mir, auf welcher Seite Du stehst

Beim ersten Kontakt geht man das Zugpersonal gleich ganz direkt an: “In welcher Gewerkschaft sind Sie eigentlich? Bei der EVG oder gar in dieser GDL?” Das an sich ist schon eine Frechheit, und ein Bahner, der unvorsichtigerweise darauf antwortet, hat sofort verloren.

Outet er sich als einer von der Lokführergewerkschaft GDL, nennen Sie ihn einen Streikhansel, der sein Lohnplus auf Ihrem Rücken erkämpft. Was ja stimmt. Sagt er EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) können Sie ihn als Flaumacher verspotten, der sich mit dem Bahnvorstand angeblich ins Bett legt. Entsprechend geschmacklose Karikaturen verbreitet die GDL derzeit.

Hält sich der Bahner hingegen klug zurück, haben Sie immerhin Konfliktbereitschaft gepaart mit einer gesunden Portion Halbwissen bewiesen – wer weiß schon von EVG und GDL und ihrem internen Zwist. Die erste Provokation dürfte gelungen sein. Blöd ist, wenn Sie an einen der wenigen Beamten geraten, die nicht streiken dürfen. Dem müssten Sie eigentlich um den Hals fallen.

Nur noch rasch ein Dessert bestellen

Die 1. Klasse ist für Bahnkunden schön, für Bahnmitarbeiter ist es der Dienst dort nicht. Unter anderem, weil es da den Service am Platz gibt. “Am schlimmsten bei diesem Job sind nachträgliche Essensbestellungen”, verrät unser Bahn-Informant. Die Zugbegleiter müssen sich neben allen anderen Aufgaben mit vollen Tabletts von der “Bordküche” durch die Gänge quälen und Kellner spielen.

“Wenn dann ein ganzes Abteil versorgt und damit bedient ist und einer dann doch noch einen Nachtisch will, ist das echt kein Vergnügen.” Denn dann geht die Rennerei wieder los – für ein Schälchen Kompott. Und es warten noch so viele andere Abteile mit ungeduldigen Menschen, die versorgt werden wollen.

Tummelfeld für Nicklichkeiten

Dasselbe Spielchen können wir in der 1. Klasse mit den Zeitungen spielen. Die Bahn bietet dort mehrere Blätter an. “Wir haben zu Beginn meist zehn Zeitungen über dem Arm hängen. Das ist irgendwann richtig schwer, sie den ganzen Tag durch die Gänge zu schleppen”, sagte der Bahner.

Soll der Ärger gelingen, sucht man sich natürlich die Zeitung aus, die es da an diesem Tag gibt, die unser Zugbegleiter aber just in diesem Moment nicht dabei hat. Für seine Premiumkunden wird er nach einem Exemplar auf die Suche gehen.

Zugegeben, das ist gemein. Aber denken Sie an den dreisten Tarifpoker, der rein gar nichts mit besseren Bedingungen für die hart arbeitenden Bahner zu tun hat. EVG und GDL fordern in dieser Tarifrunde nämlich nahezu identische Verbesserungen.

Sie fahren gar nicht 1. Klasse? Egal, ab in einen der schönen Waggons mit den bequemen Sitzen und der Beinfreiheit. Sie sind natürlich nicht so dumm, sich zu setzen, gar ihr Gepäck mitzuschleppen. Nur ein bisschen dort rumstehen, reden, gucken und Premiumatmosphäre genießen. Eigentlich müsste Sie das Zugpersonal zum Gehen auffordern – weil 1.-Klasse-Kunden ja dafür bezahlt haben, komfortabler zu reisen und dabei nicht beguckt werden wollen. Aber das macht kein Bahner gerne. Auch wenn es korrekt ist, kommt das vielen im Zugpersonal kleinlich vor.

Das Ganze kann man noch steigern, wenn man sich bei proppenvollen Zügen frech mit seinem zweitklassigen Ticket in die 1. Klasse setzt. Am besten mit Kind und vorwurfsvollem “Ich-habe-einen-Platz-gekauft”-Blick. Was zweifellos dreist ist. Es kostet das Zugpersonal dann wirklich Überwindung, Sie des Platzes zu verweisen.

“Die Fahrkarten, bitte”

Die Ticketkontrolle naht. Wir haben natürlich nicht bei der Bahn unsere Fahrkarte gekauft, sondern auf einem Onlineportal, L’Tur oder so. Und wir können die E-Mail vorweisen, wonach wir das entsprechende Ticket erworben und bezahlt haben. Nur das Ticket selbst nicht.

Das Zugpersonal ist nun mit der Tatsache konfrontiert, dass Sie nachweislich einen gültigen Fahrschein erworben haben, den aber nicht vorzeigen können.

“Man glaubt gar nicht, wie oft das passiert. Die Leute denken, eine E-Mail-Bestätigung genüge und sei identisch mit einem Ticket. Die anschließende Diskussion mit dem Fahrgast darüber, dass das nicht reicht, ist meist sehr unangenehm”, gesteht unser Bahner. Grundsätzlich ist er im Recht, aber Sie sind der Kunde.

Das Zugpersonal soll Kunden zufriedenstellen, der Kontrollierende wird also versuchen, eine Lösung zu finden. Meist kassiert er Sie dann aber doch noch mal ab. Wenn Sie das nicht wollen, zaubern Sie doch noch irgendwo den Ausdruck des eigentlichen Tickets hervor. Echt übel.

Die Nummer mit der Onlinefalle

Diese Fiesheit funktioniert auch sehr gut beim Onlineticket oder mit Kindern. Beim Onlineticket gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich bei der Kontrolle auszuweisen. Seltsamerweise haben unzählige Fahrgäste immer genau das Dokument, das dafür nötig wäre, nicht zur Hand.

Zugbegleiter sind schrottgenervt, dutzende Mal am Tag die Diskussion zu führen: “Aber sie müssen sich mit dem x oder y legitimieren”, während Sie erklären, den geforderten Perso oder die Kreditkarte nicht dabei zu haben. Am Ende taucht sie natürlich auf.

Die lieben Kleinen – und das Länderticket

Unerquicklich fürs Personal sind außerdem mitreisende Kinder, wenn die nicht auf dem Ticket der Eltern eingetragen sind. Kinder müssen bis zu einer bestimmten Altersgruppe im Fernverkehr der Bahn nichts zahlen, wenn sie mit einem Erziehungsberechtigten reisen. Fehlt auf dem elterlichen Ticket der Hinweis, dass ein Kind mitfährt, ist es ohne gültigen Fahrschein. Der Zugbegleiter muss nun mit Ihnen diskutieren, dass Ihr Kind schwarz fährt und nachzahlen soll, obwohl es kostenlos reist.

Debatten darüber fürchten Zugbegleiter – obwohl sie im Recht sind. Darüber gehen Sie jedoch hinweg, indem Sie den Bahner an seinen Ermessensspielraum erinnern: “Sie könnten ja, Sie wollen nur nicht …” Dieser Spielraum ist eng, aber es gibt ihn.

Für ordentlich Verwirrung kann man derweil im Regionalverkehr bei der Ticketkontrolle mit dem Länderticket sorgen. Auf dem können bekanntlich mehrere Personen fahren. Naht die Kontrolle erklären wir, dass “bei mir mehrere Leute mitfahren”. Nur: Der “Atze is gerade uff Klo”, “die Elfi sucht den Getränkeautomaten” und “Kevin macht mal wieder uff verschollen”. Aber “er hat was Rotes an”.

Der Zugbegleiter kann sich dann die Reisegruppe zusammensuchen, was äußerst unbeliebt ist. Und das hat in der Zeitnot des Personals ihren Hauptgrund.

Zeit ist auch für Bahner Geld

Vor allem im Fernverkehr seht das Zugpersonal ständig unter Zeitdruck. Die Bahner müssen binnen einer bestimmten Frist einen Wagen “abgearbeitet” haben, dazu gehören vor allem die Kontrollen. Unerkannte Informanten, sogenannten Mystery Customer, halten fest, ob der Zeitplan stimmt.

Ist ein Zugbegleiter zu langsam, kann ihn das im schlimmsten Fall neben einer Rüge Teile seiner flexiblen Zulage kosten. Wer das Zugpersonal also ärgern will, lässt sich mit allem so richtig Zeit. Obergemein. Aber will man das eigentlich? Mal ehrlich: Die nervigsten Typen im Zug sind doch fast immer Mitreisende.

“Krieg ich meinen Anschlusszug?”

Aufgrund des Zeitmangels ist auch bei Verspätungen die Frage “erreiche ich meinen Anschlusszug”, gefürchtet beim Zugpersonal. “Kaum fragt einer, kommen gleich vier andere auch noch an. Das wirkt ansteckend”, stöhnt unser Informant.

Nun ist es absolut verständlich, dass Kunden wissen wollen, ob sie pünktlich weiterkommen, doch die Bahner hören Fragen wie diese hundertmal am Tag und verfügen nur über geringe Mittel, das befriedigend rauszubekommen. In aller Regel öffnen sie an ihrem mobilen Gerät ein Programm wie den DB Navigator, der auf jedem guten Smartphone ist.

Die Variante des Zugpersonals hat wenig umfassendere Informationen als wir, er kann kaum einen Bahnkunden in kurzer Zeit zufriedenzustellen. Dann noch den Zugbegleiter bestürmen, der Anschlusszug solle doch bitten warten, steigert den Nervfaktor noch mal deutlich. Denn anders als man denkt, haben Zugbegleiter darauf so gut wie keinen Einfluss.

Ob beispielsweise ein Regionalexpress auf einen verspäteten ICE wartet, hängt nicht von einer imaginären “Rangfolge” der Züge ab oder dem Einsatz “meines Zugchefs”, sondern vom Verkehrsvertrag, den der Besteller des RE, das Bundesland oder der jeweilige Verbund, mit der Bahn abgeschlossen hat. Normalkunden das zu erklären, ersparen sich nahezu alle Bahner lieber.

Es läuft nicht rund mit den Rädern

Sie haben sich derweil entschlossen, das schöne Sommerwochenende mit einer Radtour zu verbringen, die in der Regionalbahn beginnt. “Radmitnahme eingeschränkt möglich”, steht im Fahrplan. Wann die Radabteile dann Samstagvormittag endgültig rappelvoll sind, liegt im Auge des Betrachters. Für die, die schon drinsitzen, geht nichts mehr. Die, die noch rein wollen, sehen noch “jede Menge Platz”.

Das Zugpersonal, das über unzählige Räder stolpert, muss schlichten – ein sich stets an lauen Wochenenden, vor allem in den Großstädten wiederholendes und zermürbendes Prozedere für Bahnmitarbeiter. Selbstredend vertreten wir unsere Position mit Nachdruck.

Wem das nicht reicht, der nervt die Zugbegleiter in den ICEs mit dem Kalauer, doch endlich mal auch hier sein Rad mitnehmen zu wollen. Was zum Glück weiterhin untersagt ist. Stellen Sie sich einen übervollen ICE Freitagnachmittag vor und ein paar dieser militanten Radler, die ihre Gerät am liebsten noch ins Bordrestaurant schleppen würden.

Heiße Sache, prima Klima

Auch sehr beliebt: Stören Sie sich einfach mal an der Temperatur in Ihrem ICE-Großraumabteil. Und bitten den Zugbegleiter, zu kühlen oder einzuheizen. Möglichst gut hörbar. “Denn kaum haben das andere Fahrgäste gehört, ist auch denen schlagartig zu heiß oder kalt. Und sie wollen, dass das abgestellt wird”, verrät unser Bahner.

Vermutlich geht es den Leuten schlicht auch darum, sich nicht von einem anderen Reisenden die Raumtemperatur vorgeben zu lassen. “Wenn man da einem Wunsch nachkommt, kann man ganz schnell 50 Mal rennen, und am Ende sind doch alle unzufrieden”, stöhnt der DB-Mitarbeiter.

Ein einziger Espresso für eine ganz Gruppe

Sie haben also mehrmals eine Korrektur der Raumtemperatur gefordert und ziehen nach Erreichen dieses Ziels ins Bordrestaurant, Quartett spielen oder eine Landkarte ausbreiten. Essen wollen Sie da natürlich nicht. Aber so dumm, dort Ihr Pausenbrot auszupacken, sind Sie auch nicht. Die Bordgastronomen beobachten zunehmend, dass Fahrgäste das Restaurant als eine Art Pausenraum mit mehr Platz sehen.

Den gibt es allerdings nur, wenn man etwas verzehrt. Die Bordrestaurants und das Personal müssen Umsatz machen, also wird es Sie vertreiben müssen, wenn nichts bestellt wird. Das an sich ist schon unangenehm genug, da viele Kunden erstaunlich hartnäckig ohne Speis’ und Trank sitzen bleiben.

Sie sind noch tückischer und halten sich als Gruppe an einem Espresso und einem Wasser fest – dann ist der Bordgastronom machtlos. Blöd für ihn, denn die Restaurants verdienen sowieso schon kein Geld, genau wie die Nacht- oder Autozüge. Wäre die Bahn jene kalte Gewinnmaschine, als die man sie immer wieder darstellt, hätte sie die Bordrestaurants sowie Auto- und Nachtzüge längst allesamt abgeschafft.

Her mit dem Formular, hier und jetzt

Wie die Zeit vergeht im Restaurant – und die Verspätung unseres Zuges ist enorm. Sie suchen das Zugpersonal und verlangen nachdrücklich das Verspätungsformular, um Entschädigung fordern zu können. Das gibt es natürlich auch am Service-Point, aber sicher ist sicher.

Nur: Oft haben die Zugbegleiter beim Durchgang nicht genug Exemplare dabei, sie müssen es holen gehen. Stress pur, wenn mit steigender Verspätung ein Ansturm auf die Formulare einsetzt. Und Sie lassen sich mit dem Hinweis auf den Service-Point nicht vertrösten.

Die Schweiz und der Börsengang

Zuletzt gehen wir den Bahnern mit dem Vergleich der Bahn in der Schweiz, diesem angeblichen Schienenwunderland, noch mal gehörig auf die Nerven. Erstens hinkt der Vergleich dieses Bahnzwergstaates mit dem großflächigen Netz in Deutschland. Zweitens kann das Zugpersonal nun wirklich nichts dafür, dass bei den Eidgenossen manches besser läuft.

Am Ende sorgt ein trotziger Verweis, manches wäre hier besser “ohne eure Börsenpläne” für vollendete Verstimmung. “Börsengang” – immer noch ein Reizwort für das Gros des Zugpersonals, das von dem ehrgeizigen Vorhaben bei Verwirklichung wirklich nichts gehabt hätte.

 

zur Webseite:

http://www.welt.de/reise/article131933151/

Auf dem Castle Rock überragt Edinburgh Castle die Stadt mit seinen fast 500.000 Einwohnern. Seit dem 4. Jahrhundert war die Burg der Sitz der schottischen Könige und Königinnen, hier tagte auch das schottische Parlament. Im Mittelalter war die Burg der Zufluchtsort der schottischen Regenten. Viele sehenswerte Ausstellungsstücke zeugen von der wechselvollen, teils dramatischen Geschichte zwischen England und Schottland, hier befinden sich die ältesten europäischen Kronjuwelen, die Honours of Scotland. Auf Edinburgh Castle brachte Maria Stuart ihren Sohn zur Welt, der König von England werden sollte, und an dieser Stelle lohnt es sich, noch einmal der Historie der Rivalinnen Elisabeth von England und Maria Stuart nachzugehen.

Die Hauptstadt Schottlands ist ein touristisches Juwel. Im August finden legendäre Festivals statt, wie das “Fringe”- Theaterfestival oder das “Military Tattoo” mit Gästen aus aller Welt. Ein besonderes Erlebnis ist das Sylvester- Event, der viertägige Hogmanay. Ein langer Fackelzug schlängelt sich von der Altstadt bis zum Hügel, begleitet von historisch kostümierten Rittern und vielen Pipers, den Dudelsackspielern.

Museumsfans kommen in Edinburgh auf ihre Kosten: das Museum of Scotland zeigt die Geschichte der Nation, die National Gallerie beherbergt sehenswerte Exponate, und der Palace of Holyroodhouse an der Royal Mile ist auch heute noch Sitz der englischen Königin, wenn sie in Schottland weilt. Dem 300 Jahre alten “Wasser des Lebens” spürt man im Erlebnismuseum der Whiskey- Experience nach.

Die Princes Street ist eine der attraktiven Einkaufsstraßen mit Blick auf die Burg. Boutiken und klassische britische Markengeschäfte wechseln sich mit traditionsreichen Pubs ab, in denen am Abend schottische Lifemusik gespielt wird. Auch das Kaufhaus Harvey Nichols ist mit seinen 5 Etagen einen Besuch wert, das Angebot reicht von Modeartikeln bis zu Haushaltsgegenständen.

In Edinburgh kommen Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten; denn es gibt eine Vielzahl ausgezeichneter Speiserestaurants, wie die “Whitchery”( Hexenhaus) in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Schottische Speisen mit französischer Raffinesse bietet das “Martin Wishart” an, und mit einem Besuch in “The Kitchen Restaurant” am Hafen von Leith lässt sich eine Besichtigung der “Britannia” verbinden.

 

 

Zuerst erschienen auf:

http://www.my-destination.net

München (ots) – Vor Beginn der Hauptreisesaison gibt der ADAC Tipps, wie sich Urlauber vor Dieben schützen können. Darüber hinaus beantworten die Reise-Experten des Clubs am 26. Juni 2014 telefonisch Fragen rund um die Ferien – angefangen von der Reiseplanung, über Rechtstipps bis hin zur Reiseapotheke.

Geld und Ausweis: Wertvoller Schmuck sollte nicht mit auf Reisen gehen und wichtige Dokumente in Kopie dabei sein, um bei Verlust schnell Ersatz zu erhalten. Ratsam ist es, die Servicenummer der Bank zu kennen, um beispielsweise schnell die gestohlene Kreditkarte sperren zu lassen. Es sollten immer nur kleine Bar-Beträge im Geldbeutel mitgeführt werden. Größere Beträge sowie Ausweise sind sicherer in einem Brustbeutel verwahrt. Beim Zahlen sollte ein Geldschein erst aus der Hand gegeben werden, wenn das Wechselgeld auf dem Tisch liegt.

Während der Fahrt und auf dem Parkplatz: Vorsicht, wenn Fremde versuchen, während der Fahrt auf Defekte am Auto aufmerksam zumachen. Nicht anhalten und zur Abschreckung vorgeben, per Handy mit der Polizei zu telefonieren. Gefährlich ist es, sich auf Parkplätzen von einem Fremden in ein Gespräch verwickeln zu lassen. Dies ist oft eine Betrugsmasche, bei der ein zweiter Dieb versucht, etwas aus dem Fahrzeug zu entwenden. Zudem sollte das Auto nach dem Abstellen auf dem Parkplatz immer kontrolliert werden, ob es nicht für eine spätere “Panne” manipuliert worden ist.

Gepäck: Koffer und Taschen sollen möglichst nur im Kofferraum transportiert und nach der Ankunft gleich ins Hotel gebracht werden. Wertgegenstände sind am sichersten im hoteleigenen Safe.

Stadt: Die Autotüren sollten bei der Fahrt durch die Stadt verriegelt sein. Fenster sind bei Ampelstopps nur etwas zu öffnen, damit nichts aus dem Fahrzeuginneren herausgezogen werden kann. Am sichersten werden Autos auf bewachten Parkplätzen oder Garagen geparkt. Für die Fahrt in die Innenstadt sind Taxi und öffentliche Verkehrsmittel ratsam.

Camping: Zum Übernachten im Campingfahrzeug sollte ein Campingplatz oder ein belebter Parkplatz nahe eines Restaurants angefahren werden. Beim Übernachten außerhalb von Campingplätzen sollten Fenster und Türen geschlossen und die Diebstahlsicherung eingeschaltet sein. Ratsam ist es die Fahrerhaustür zusätzlich von innen – etwa mit einem Spanngurt – zu sichern. Gegen Überfälle mit Betäubungsgas helfen Warngeräte aus dem Fachhandel. Extra-Tipp für Wohnmobilisten: Wer den Zündschlüssel im Schloss stecken lässt und entsprechend parkt, kann im Notfall schnell, ohne zu rangieren, losfahren.

Notruf: Unter der ADAC Auslandsnotruf-Nummer 0049/89 – 22 22 22 gibt es immer Hilfe. Empfehlenswert ist es zudem sich die Adressen der deutschen Botschaft oder des deutschen Konsulats im Ausland zu notieren.

Telefonaktion: Damit Urlauber zu allen touristischen Themen des ADAC weitere Fragen stellen können, führt der ADAC am 26. Juni 2014 eine Telefonaktion durch. Reise-Experten des ADAC geben an diesem Tag von 10 bis 19 Uhr Auskunft. Informationen zum internationalen Verkehrsrecht, wie dem richtigen Verhalten bei Verkehrsverstößen und Unfällen im Ausland, werden unter der Telefonnummer 089/ 7676 3180 gegeben. Antworten zum Thema Reiserecht, wie Stornierung und Umbuchung erhalten Interessierte unter 089/ 7676 3181. Geht es um die Urlaubskasse, u. a. den sinnvollen Mix aus Bargeld, Kreditkarten und Schecks, dann ist die Telefonnummer 089/ 7676 3182 zu wählen. Was in die Reiseapotheke gehört und welche Impfungen erforderlich sind, erfahren Urlauber unter 089/ 7676 3183. Für touristische Themen, wie Routenempfehlung, Maut und Einreise, ist die Telefonnummer 089/ 7676 3184 geschaltet. Sollten alle Nummern besetzt sein, kann die Anfrage an die Mailadresse urlaub@adac.de gerichtet werden.

Weitere Auskünfte zu dem Thema erhalten Urlauber auf der Homepage des ADAC und in den Geschäftsstellen sowie unter der kostenfreien Servicenummer 0800/ 5 10 11 12. Der Club hält dort auch zahlreiche wertvolle Informationen für die Reise parat, ob Routenplanung oder Tourentipps, ob Fragen rund um Camping oder Wassersport.

 


Zur Internetseite:
http://www.presseportal.de/pm/7849/2765256/diebe-schnell-chancenlos-gemacht-der-adac-gibt-tipps-fuer-einen-sicheren-urlaub-adac-telefonaktion

Klassische Stein- und Ornament-Fassade und in ihrer Mitte eine Keilspitze aus Hunderten Aluteilen: In dieser avancierten Kombination präsentiert sich schon von Weitem das auf einem Hügel der sogenannten Albertstadt gelegene, im Oktober 2011 eröffnete Militärhistorische Museum von Dresden.

Im 19. Jahrhundert hatte sich hier Europas größter Kasernenkomplex befunden, ehe das lang gestreckte Gebäude mit dem eindrucksvollen Portal von wechselnden Regimes als Museum, sprich als Ort militärischer Selbstdarstellung genutzt wurde: Königlich-sächsische Armee, Reichswehr, Wehrmacht, NVA. Read the rest of this entry »

Seit dem Mittelalter wird am Gardasee Papier produziert, auch für den türkischen Sultan. Heute führt ein Wanderweg durchs Tal, vorbei an neuen Fabriken und alten Ruinen.

Im Tal der Papiermühlen bei Toscolano-Maderno am Gardasee

Das Valle delle Cartiere, das “Tal der Papierfabriken”, liegt bei Toscolano-Maderno am südwestlichen Ende des Gardasees. Es lässt sich in einer genussvollen Wanderung entdecken, die durch üppige Vegetation vorbei an den steinernen Ruinen alter Dörfer und Fabrikgebäude entlang des Flusses Toscolano führt. Read the rest of this entry »

 

Berlin lebt, Berlin ist unverbraucht, Berlin ist neu! Zur Zeit zieht es jeden jungen und jeden halbwegs kreativen Menschen in die deutsche Hauptstadt. Die Stadt, die sich immer wieder selbst erfindet, ist ein Magnet: auch und gerade für Touristen. Sightseeing Berlin ist weder langweilig noch abgedroschen. Sightseeing Berlin ist ebenso lebendig, jung und lebhaft wie die Stadt selbst.

Stadtführung Berlin: jeder nach seinen Interessen

Klassische Stadtführungen sind nicht unbedingt jeder Manns Geschmack: Festes Schuhwerk an und ab geht es auf den Asphalt, Kilometer schrubben. Muss nicht sein. Das dachten sich auch die vielen Akademiker, die Berlin jedes Jahr in die Arbeitslosigkeit entlässt. Mit ganz viel Wissen und guter Laune machen sich gerade diese jungen Menschen auf, Berlin einmal anders zu präsentieren. Fahren Sie auf einem Segway einmal quer durch die historische Innenstadt der Hauptstadt. So erleben Sie die Sehenswürdigkeiten Berlin ganz nah, ganz ohne Anstrengung, ganz aufregend mittendrin. Oder nehmen Sie den grünen Ökobus, der Sie gezielt in die grünen Oasen, die grünen Projekte der Stadt bringt. Berlin Sehenswürdigkeiten sind schließlich nicht nur die Museumsinsel oder das Brandenburger Tor.

Guerilla Gardening, grüne Dächer und grüne Wände beleben den Ökogedanken der Hauptstädter, machen sie zu Vorreitern in Sachen Ökoleben. Vorbei an Nähcafes, an Bloggertreffen oder Szeneläden mit limitierten, handgeschneiderten Kleinserien bietet Berlin Sehenswürdigkeiten außerhalb jedes Reiseführers.

Stadtrundfahrten Berlin: mit Schiff über die Havel

Doch Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht auch die klassischen, traditionellen Liebhaber der Stadtrundfahrten Berlin mit einem ausgetüftelten Programm überraschen würde. Das Fahren mit Doppeldeckerbussen ist Standard in beinahe alle großen deutschen Städten, aber nur in Berlin werden Informationen zu Sehenswürdigkeiten Berlin in 8 Sprachen gleichzeitig angeboten. Auch Zille ist selbstverständlich mit an Bord. Ein eigens eingerichteter Stadtbus bringt alle Zille Freunde an die Orte des Schaffens – auch wenn diese zum Teil im Lauf der Zeit durch andere Gebäude und Schauplätze ersetzt wurden. Historisches gibt es ja mehr als genug in der deutschen Hauptstadt. Und so können die besonders laufscheuen Besucher auf Schiffe ausweichen. An Bord eines kleinen Binnen – Kreuzfahrtschiffes kann Berlin von der Havel aus bestaunt werden. Mit an Bord sind gutes Essen und ein gepflegter Tropfen Berliner Weiße – so macht eine sightseeing-tour Berlin Spaß.

Kultur, soweit das Auge reicht

Gerade auf einer sightseeing-tour Berlin können besondere Bauwerke, besondere städteplanische Meisterwerke bestaunt werden. Die Erfinder der grünen Wänden im Außenbereich finden auf einer Stadtführung Berlin ebenso großen Anklang wie Stararchitekten. Erleben Sie, wie schnell sich Berlin immer wieder neu erfindet, wie einfach diese große Stadt den Weg ins 21. Jahrhundert genommen und die städtebaulichen Aufgaben gemeistert hat. Berlin ist und bleibt eben eine junge, eine lebendige, eine vielschichtige Stadt. Read the rest of this entry »

Ein Schiff mit rund 120 Kindern und mehreren Betreuern ist ungebremst gegen einen Anleger auf der Nordseeinsel Amrum geprallt. Bei der Kollision sind etwa 30 Kinder verletzt worden. Viele andere standen unter Schock.
Bei dem Aufprall der 25 Meter langen „MS Eilun“ seien viele Kinder gestürzt und hätten sich verletzt, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei Wolfgang Boe. Zehn der neun bis 11 Jahre alten Kinder mussten mit Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus nach Niebüll im Kreis Nordfriesland gebracht werden. Fünf Verletzte transportierte der Seenotkreuzer „Vormann Leiff“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in eine Klinik in Wyk auf der Nachbarinsel Föhr. „Zum Glück wurde niemand lebensbedrohlich verletzt“, sagte der Sprecher. Alle hätten ambulant behandelt werden können.
Die meisten Kinder waren laut Feuerwehr in Landschulheimen auf der Insel gewesen.

Technischer Defekt vermutet

Wie es zu dem Unfall im Hafen von Wittdün kam, war den Angaben zufolge noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge prallte das Schiff ungebremst mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Knoten, also knapp sechs Stundenkilometern gegen den Anleger. „Es handelt sich vermutlich um einen technischen Defekt. Das wird jetzt sorgfältig untersucht“, sagte der Sprecher.

Großalarm ausgelöst

Aufgrund der großen Zahl der Betroffenen lösten die Rettungskräfte auf der nordfriesischen Urlaubsinsel Großalarm aus. Zusätzlich zu dem Rettungsdienst und den freiwilligen Feuerwehren auf Amrum wurden je ein ziviler sowie ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr zum Unfallort beordert. Nach Angaben des Polizeisprechers kam zudem ein Seenotrettungskreuzer zum Einsatz, um Verletzte auf die Nachbarinsel Föhr zu transportieren. „Die Notärzte der Insel waren schnell da. Das hat alles reibungslos geklappt“, meinte der Landrat von Nordfriesland, Dieter Harrsen.

Petra Müller, Einsatzleitung der Feuerwehr auf Amrum, erzählte: „Wir waren von der Feuerwehr ungefähr mit 50 Leuten vor Ort.“ An Bord seien mehrere Schulklassen der Jahrgangsstufen vier bis sechs gewesen. „Viele Kinder waren von dem Unfall geschockt und haben geweint. Wir haben versucht, sie zu trösten“, sagte Müller. Viele Schüler seien schließlich mit Bussen wieder in ihre Landschulheime auf der Insel gebracht worden. Die Feuerwehrleute hätten auch bei der Betreuung von Verletzten geholfen. „Wir haben vor einigen Jahren alle einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Das ist uns jetzt sehr zu Gute gekommen“, meinte sie. Read the rest of this entry »

Geröstete Erdnüsse und Banana-Boat-Rides für umgerechnet einen Euro. Ferner eine Strandbar mit dem whiskybraunen Mr. Johnny, einem recht kratzigen Johnny-Walker-Plagiat. All das bietet Dius bekanntester Strand. Und Familien in knielangen Kurta-Hemden, die fürs Urlaubsfoto Freudensprünge beliebter Filmszenen nachstellen. Auch sie gehören dazu am Nagoa Beach, die auf Bollywood-Sandkiste macht. Ebenso wie ein in Indien bis vor kurzem kaum verbreitetes Hobby, das jetzt mit umso tieferer Hingabe gepflegt wird: die rituelle Zeremonie der zärtlichen Autowäsche nämlich. Read the rest of this entry »

Hamburg, Juni 2012– Urlaub in Dänemark könnte man auch so planen: 1. Ich reise zu meinem Fisch. 2. Ich wohne in einem Angelhaus, das alles hat, was ich brauche. 3. Ich fange meinen Fisch und genieße die Ruhe und Natur. 4. Ich bereite ihn zu − gebraten, geräuchert, gedünstet oder als Sushi. 5. Mir schmeckt’s, meine Familie ist glücklich. 6. Da geht es uns so, wie fast allen Dänen.

Mit seinem Angebot an speziellen Fishing-Häusern trägt NOVASOL, Europas führender Ferienhausanbieter, maßgeblich zum Anglerglück bei. Allein in Dänemark finden Petrijünger mehr als 900 Urlaubsdomizile direkt an den besten Fischgründen, ausgestattet mit zum Beispiel Filetiertisch, Gefriermöglichkeit und eigenem Raum für Angelgerät und/oder Trocknungsmöglichkeit für Angelbekleidung. Das passende Anglerhaus zu finden ist ganz einfach: Entweder man nimmt den umfangreichen NOVASOL-Fishing-Katalog zur Hand oder gibt im Internet unter www.novasol-fishing.de die gewünschte Urlaubsregion, Hausgröße und -kategorie bis fünf Sterne sowie die Lieblingsfischart ein; in wenigen Klicks ist die Online-Buchung möglich. Read the rest of this entry »

VIR-Vorstand Michael Buller

VIR-Vorstand Michael Buller

München, den 11. Mai 2012(w&p) – Vom Saulus zum Paulus: Als haltlos und von der Intention durchschaubar betrachtet der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) die jüngste Erklärung von Unister zur angeblichen Buchungspraxis von Online-Flugportalen mit eingebundener Stichprobe bei 18 Mitbewerbern. Read the rest of this entry »

Zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen musste in Spanien eine Ryanair-Maschine außerplanmäßig landen. Das wirkt nicht gerade vertrauenserweckend – reicht aber nicht als Grund für eine Stornierung.

Zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen musste in Spanien eine Ryanair-Maschine außerplanmäßig landen. Das wirkt nicht gerade vertrauenserweckend – reicht aber nicht als Grund für eine Stornierung. Read the rest of this entry »

So, wie sich der südliche und der nördliche Teil des Gardasees deutlich voneinander unterscheiden, so unterschiedlich sind auch die Küstenabschnitte an den beiden Längsseiten des Gewässers. Während das Westufer in Sachen Tourismus und Stranderholung schon früh ein Besuchermagnet war, schwingen sich im Osten die Flanken des Monte Baldo bis auf eine Höhe von mehr als 2.200 Metern hinauf – und locken so Wanderer und Mountainbiker, die auf eher ambitionierte Touren stehen, ebenso an wie Kletterer, die man im Sommer täglich in den steinernen Wänden des riesigen Bergmassivs emporkraxeln sieht. Der „Garten Europas“ nennt man den Monte Baldo auch, aus dem einfachen Grund, da hier viele einzigartige Pflanzengattungen und Tierarten eine Nische gefunden haben. Tiefe Schluchten durchziehen die Region wechseln sich mit sanften Matten, senkrechten Felstürmen und bewaldeten Höhenzügen ab. Die Landschaft geizt also nicht mit ihren Reizen. Wer nur die Aussicht genießen will, die den gesamten Gardasee umfasst und bis hinüber zur Monte Rosa reicht, nimmt in Malcesine die Seilbahn.

Weiter unten, in der Nähe des Ufers, ist es zwar hügeliger als am Westufer, doch schon so lieblich, dass hier mediterrane Nutzpflanzen wie etwa Oliven gedeihen. Die berühmtesten Pflanzen der Region sind jedoch die von der Sonne verwöhnten Trauben in der Ecke von Bardolino, jenem Dorf, das dem bekannten Rotwein seinen Namen gegeben hat. Seit einigen Jahren verstehen sich die Winzer hier auch auf die Herstellung von einem fruchtigen Roséwein, dem so genannten Chiaretto. Read the rest of this entry »